Hilfe & Notfälle für Hunde in Wien

Schnelle Hilfe bei Notfällen und akuten Problemen mit Hund in Wien.
Hier findest du wichtige Kontakte und erste Anlaufstellen.

Sofort handeln bei akuten Notfällen

Bei Atemnot, Krampfanfällen, Kollaps, starken Blutungen oder Verdacht auf Vergiftung nicht abwarten. Ruf sofort den Tiernotruf an oder kontaktiere direkt einen erreichbaren tierärztlichen Notdienst.

Der Tiernotruf berät rund um die Uhr und kann dich bei Bedarf an eine geeignete Tierarztpraxis oder Tierklinik in deiner Nähe weiterleiten.

Tierarzt & Tierkliniken in Wien im Notfall

Wichtige Anlaufstellen

1210 Wien – Veterinärmedizinische Universität Wien

Veterinärmedizinische Universität Wien
Veterinärplatz 1
1210 Wien

Das Tierspital der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni) steht ganzjährig rund um die Uhr zur Verfügung. Informationen unter https://www.vetmeduni.ac.at/tierspital

Notfallnummer +43 1 25077 – 5555

Bitte vor Einweisung / Fahrtantritt Kontakt aufnehmen!

Einzelne Tierarztpraxen bieten außerhalb ihrer regulären Öffnungszeiten einen Notdienst nach telefonischer Vereinbarung an. Prüfe die Erreichbarkeit immer vor der Anfahrt.

Eine vollständige und laufend aktuelle Übersicht aller tierärztlichen Notdienste kann Wiener Wuffs nicht gewährleisten.

Tiernotruf Wien (24h erreichbar) +43 1 699 24 80 – Telefonische Ersteinschätzung rund um die Uhr, Vermittlung an geeignete Tierärzte und Kliniken.

Tier verloren oder gefunden? Fundservice für Haustiere (24h erreichbar) unter +43 1 4000-8060

Totes Tier gefunden? Fundservice ebswien unter 01 7676176 (Öffnungszeiten auf https://www.ebswien.at/tierservice/#kontakt)

Giftköder, Rasierklingen und Vergiftung beim Hund

• Hund sichern und aus der Gefahrenzone bringen
• Reste, Verpackung oder Fundstelle sichern, wenn gefahrlos möglich
• Nicht selbst Erbrechen auslösen
• Keine Hausmittel auf Verdacht geben
• Sofort Tierarzt, Tierklinik oder Notdienst kontaktieren

Mögliche Anzeichen sind:

• Zittern oder taumeliger Gang
• starkes Speicheln, Übelkeit oder Erbrechen
• Durchfall, auch blutig
• Krampfanfälle
• Atemprobleme
• auffällige Schleimhäute
• Schwäche, Kollaps oder Bewusstseinsverlust

Nicht jeder präparierte Köder enthält Gift. Manche Köder enthalten Rasierklingen, Nägel, Glasscherben oder andere scharfe Gegenstände. Dabei handelt es sich um einen Fremdkörper- und Verletzungsnotfall.

Wenn dein Hund einen solchen Köder aufgenommen haben könnte:

• Hund ruhig halten und weitere Bewegung möglichst vermeiden
• Nicht selbst Erbrechen auslösen
• Nicht blind ins Maul greifen und feststeckende Gegenstände nicht herausziehen
• Kein Futter und keine Hausmittel geben
• Reste oder Verpackungen nur sichern, wenn das gefahrlos möglich ist
• Sofort Tierarzt, Tierklinik oder Notdienst kontaktieren und den Verdacht bereits am Telefon nennen

Auch wenn dein Hund noch keine Beschwerden zeigt, solltest du nicht abwarten. Scharfe Fremdkörper können den Verdauungstrakt verletzen, blockieren oder durchbrechen. Verschluckte Fremdkörper gelten als tierärztlicher Notfall.

Häufige Gefahren sind unter anderem:

• Schokolade
• Xylit / Birkenzucker
• Ratten- oder Mäusegift
• Schneckenkorn
• giftige Pflanzen
• Medikamente
• unbekannte Köder oder Futterreste

Bei jeder vermuteten Aufnahme einer giftigen Substanz solltest du sofort tierärztlichen Rat einholen – auch wenn dein Hund noch keine Symptome zeigt. Besonders dringend ist es bei:

• Krampfanfällen
• Bewusstlosigkeit oder Kollaps
• Atemproblemen
• Verdacht auf Giftköder
• Aufnahme von Ratten- oder Mäusegift
• Aufnahme unbekannter Substanzen
• starkem Erbrechen oder Durchfall

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Behandlung. Bei Verdacht auf Vergiftung oder Giftköder immer sofort professionelle Hilfe kontaktieren.

Ausführliche Hinweise zur Fundstelle, zur Sicherung möglicher Reste und zu den nächsten Schritten findest du im Beitrag „Was tun bei Giftköderverdacht?

Hund entlaufen / Fundtier

Wenn dein Hund entlaufen ist:

• Suchbereich sofort eingrenzen
• Familie, Freunde und bekannte Hundehalter informieren
• Tierheime in der Umgebung kontaktieren
• Polizei und Fundservice informieren
• Suchmeldungen in regionalen Gruppen veröffentlichen
• Aktuelle Fotos bereithalten

Viele Hunde werden in den ersten Stunden nach dem Entlaufen gefunden. Schnelles Handeln erhöht die Erfolgschancen deutlich.

Eine gute Suchmeldung sollte enthalten:

• aktuelles Foto
• Ort und Zeitpunkt des Verschwindens
• Beschreibung des Hundes
• besondere Merkmale
• Chip- oder Registrierungsnummer (falls vorhanden)
• Kontaktmöglichkeit

Unvollständige Suchmeldungen erschweren die Wiedererkennung erheblich.

Wenn du einen fremden Hund gefunden hast:

• Eigene Sicherheit geht vor!
• Nicht versuchen, einen ängstlichen oder aggressiven Hund einzufangen!
• Abstand halten und Situation beobachten
• Standort möglichst genau dokumentieren, wenn möglich ein Foto machen
• Nur einen ruhigen und zutraulichen Hund sicher, wenn dies gefahrlos für Mensch und Tier möglich ist.
• Tierheim, Polizei oder Fundservice kontaktieren

Nicht jeder freilaufende Hund ist herrenlos. Manche Hunde sind entlaufen, andere werden in der Nähe gesucht oder befinden sich auf einem Spaziergang. Deshalb sollte die Situation zunächst ruhig beobachtet und eingeschätzt werden.

Zentrale Anlaufstelle in Wien ist das Fundservice für Haustiere:
+43 1 4000-8060
täglich rund um die Uhr erreichbar

Dort kannst du sowohl einen entlaufenen als auch einen gefundenen Hund melden. Bei einem Fundtier organisiert das Fundservice bei Bedarf auch die Abholung durch die Tierrettung der Stadt Wien.

Die Polizei solltest du zusätzlich verständigen, wenn der Hund den Verkehr gefährdet oder eine unmittelbare Gefahr für Menschen oder Tiere besteht.

Bei einem entlaufenen Hund können regionale Suchgruppen, Nachbarschaftsplattformen und Tierschutzorganisationen zusätzlich helfen, die Suchmeldung rasch zu verbreiten.

Je mehr Informationen bereitgestellt werden können (Foto, Ort, Zeitpunkt, Richtung), desto höher sind die Chancen auf eine erfolgreiche Vermittlung oder Rückführung.

Ein Mikrochip hilft dabei, Hunde ihrem Besitzer zuzuordnen. ACHTUNG: Der Chip allein reicht nicht!

• Der Chip muss registriert sein
• Kontaktdaten sollten aktuell gehalten werden

Nach einem Umzug oder einer neuen Telefonnummer sollten die Daten überprüft werden.

Sonstige Notfälle

• Ruhe bewahren und Hund sichern
• Verletzte Hunde können unter Schmerzen anders reagieren als gewohnt
• Starke Blutungen möglichst mit Druck auf die Wunde eindämmen
• Hund möglichst wenig bewegen
• Tierarzt oder Tierklinik kontaktieren

Bei starken Blutungen, Knochenverletzungen oder Bewusstseinsstörungen sollte umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

• Eigene Sicherheit geht vor – nicht mit bloßen Händen zwischen kämpfende Hunde greifen
• Hunde nur trennen, wenn das ohne erhebliche Gefahr möglich ist
• Verletzungen kontrollieren
• Auch kleine Bissverletzungen tierärztlich abklären lassen
• Daten des anderen Hundehalters notieren, wenn möglich

Bissverletzungen können tiefer reichen als von außen sichtbar ist.

• Hund sofort in den Schatten oder einen kühlen Raum bringen
• Schnellstmöglich Tierarzt, Tierklinik oder Notdienst verständigen
• Auf dem Weg langsam kühlen, zum Beispiel mit feuchten Tüchern oder handwarmen Wasser
• Körpertemperatur messen, wenn dies sicher und ohne Verzögerung möglich ist
• Kein Eis und kein eiskaltes Wasser verwenden

Starkes Hecheln, Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen, Durchfall, Bewusstlosigkeit oder Krämpfe können auf einen Hitzschlag hinweisen. Ein Hitzschlag ist ein akuter tierärztlicher Notfall und kann eine stationäre Intensivbehandlung erfordern.

• Eigene Sicherheit beachten
• Hund sichern, wenn gefahrlos möglich
• Verletzungen nicht unnötig manipulieren
• Tierarzt oder Tierklinik verständigen
• Transport möglichst schonend durchführen

Nach Verkehrsunfällen können innere Verletzungen vorliegen, auch wenn äußerlich wenig sichtbar ist.

Hinweis: Erste-Hilfe-Maßnahmen ersetzen keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung. Bei starken Blutungen, Atemproblemen, Bewusstseinsstörungen, Krämpfen, Überhitzung, Bissverletzungen oder nach einem Verkehrsunfall sofort tierärztliche Hilfe kontaktieren.