Nach dem Baden: Ohren, Haut und Fell kontrollieren
Nach einer Runde in der Neuen Donau, an der Alten Donau oder an einem anderen Hundebadeplatz ist dein Hund oft glücklich und erschöpft. Ein kurzer Check danach gehört trotzdem dazu: Feuchtigkeit, Schmutz und kleine Verletzungen fallen am besten auf, solange Fell und Haut noch nicht ganz trocken sind.
Das Wichtigste kurz gesagt:
- Sauber abspülen: Fell nach jedem Bad mit Leitungswasser reinigen, um Blaualgen, Bakterien und Parasiten vor dem Ablecken zu entfernen.
- Dichte Unterwolle an Bauch, Achseln und Pfoten gründlich trocknen
- Ohr nur äußerlich kontrollieren und trocknen – Wattestäbchen im Gehörgang sind tabu.
- Zehenzwischenräume und Hautfalten auf Fremdkörper, Grannen, Zecken, Verletzungen und Schmerzpunkte abtasten.
- Achte nicht nur auf Sichtbares: Wenn dein Hund an einer Stelle ausweicht, zuckt oder sich intensiv leckt, schau genauer hin.
Schmerz, Lahmen, anhaltendes Kratzen oder auffällige Ohren und häufiges Kopfschütteln zeitnah tierärztlich abklären lassen.
Grob abspülen, gründlich trocknen und richtig pflegen
Wenn dein Hund im schlammigen oder stark bewachsenen Uferbereich unterwegs war, spüle groben Schmutz mit sauberem Wasser ab. Trockne ihn danach mit einem Handtuch gründlich ab – besonders an Bauch, Achseln, zwischen den Zehen und unter dem Halsband oder Geschirr. Bei dichtem oder langem Fell reicht ein oberflächlich trockenes Deckhaar oft nicht: Hebe das Fell kurz an und prüfe, ob die Haut darunter noch feucht ist, nasse Unterwolle kann zu schmerzhaften Hautentzündungen führen.
Wichtig: Bürste verfilztes oder feuchtes Fell nicht direkt aus, da feuchtes Haar leicht bricht und die Haut gereizt wird. Entferne lose Kletten grob per Hand und bürste das Fell erst durch, wenn es vollständig getrocknet ist.
Ohren nur ansehen und außen trocknen
Klappe die Ohrmuschel vorsichtig hoch und schau auf sichtbare Rötungen, ungewöhnlichen Geruch, Ausfluss oder starke Verschmutzung. Nach dem Schwimmen sollte die Ohrmuschel außen trocken sein. Stecke keine Wattestäbchen oder Gegenstände in den Gehörgang: Damit kann Schmutz tiefer hineingeschoben oder die Haut gereizt werden.
Wenn dein Hund wiederholt den Kopf schüttelt, das Ohr kratzt, Schmerz zeigt, einen deutlichen Geruch hat oder sich Ausfluss zeigt, braucht er eine tierärztliche Untersuchung. Besonders aufmerksam solltest du bei Hunden mit hängenden oder stark behaarten Ohren sein.
Haut und Pfoten systematisch abtasten
Fahre mit den Händen über Rücken, Bauch, Achseln, Leistengegend und Pfoten. Kontrolliere Zehenzwischenräume, Ballen und Krallen auf kleine Schnittverletzungen, eingerissene Stellen, Rötungen, Schwellungen oder festhängende Pflanzenteile. Auch an Hals, Brust und dort, wo Geschirr oder Halsband aufliegen, kann feuchte Haut leichter gereizt werden.
Achte nicht nur auf Sichtbares: Wenn dein Hund an einer Stelle ausweicht, zuckt oder sich intensiv leckt, schau genauer hin. Eine kleine Verletzung im nassen Fell übersieht man sonst leicht.
Wann du nicht abwarten solltest
- Dein Hund schüttelt den Kopf anhaltend, kratzt das Ohr stark oder hält den Kopf schief.
- Das Ohr riecht auffällig, ist gerötet, geschwollen oder es tritt Sekret aus.
- Die Haut ist stark gerötet, nässt, zeigt Pusteln oder dein Hund leckt und kratzt sich ununterbrochen.
- Eine Pfote blutet, ist deutlich geschwollen oder dein Hund lahmt.
In diesen Fällen sollte ein Tierarzt die Ursache abklären. Bei starker Blutung, deutlichen Schmerzen, plötzlich auftretender Schwäche oder Atemproblemen gilt: sofort tierärztliche Hilfe organisieren.
Gut zu wissen
Die Stadt Wien führt ausgewiesene Hundebadeplätze unter anderem an der Donauinsel, der Neuen Donau, der Alten Donau, beim Teich Hirschstetten und am Asperner See. Prüfe vor dem Besuch die aktuellen Hinweise vor Ort (z. B. zu Blaualgenwarnungen) und nimm immer frisches Trinkwasser, ein Handtuch und eine kleine Pfoten-Check-Routine mit.
